ROLF SELLIN

Hochsensibel

Was ein Hochsensibler nicht ist

Sellin-PorträtAntwort 1 – über die Grenzen kommen

Die Antwort auf die Frage einer Leserin, was ein Hochsensibler denn nicht sei, ist vertrackter als es auf den ersten Moment scheint. Hochsensible, könnte man denken, sind all das nicht: zum Beispiel unsensibel, hart und rücksichtslos, brutal und kalt – kurz was man mit dem Begriff Hochsensibilität nicht in Verbindung bringt und was ein Hochsensibler mit Sicherheit auch nicht sein möchte. Doch ein Hochsensibler kann auch all das sein und noch viel mehr. Es gibt eigentlich keine Eigenschaft, die er nicht auch haben, und kein Verhalten, das er nicht auch an den Tag legen könnte.
Wahrnehmungsfähigkeit ist nur ein Kriterium von vielen, unter denen man Menschen betrachten kann. Hochsensibilität ist nur deshalb plötzlich so wichtig geworden und in ein breiteres öffentliches Interesse gerückt, weil sie sich bei der zunehmenden Reizüberflutung schnell von einem Überlebensvorteil in ein Handikap entwickeln kann. Wir Hochsensiblen müssen erst noch lernen, unter diesen verschärften Bedingungen mit unserer Wahrnehmung angemessen umzugehen. Die meisten von uns sind dazu noch nicht in der Lage. Und so kann es allzu leicht passieren, dass ein überreizter Hochsensibler sich eben nicht hochsensibel verhält.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob ein Hochsensibler als Kind so sein durfte wie er ist oder ob er den Satz „Sei doch nicht so sensibel!“ zu hören bekam. Die meisten von uns haben eben daraufhin gewissermaßen einen Knoten in ihre Wahrnehmung gemacht. Genau damit nahm ihre problematische Entwicklung ihren Ausgang. Ich habe sie beobachtet, erkannt und erstmals beschrieben in meinem Buch „Wenn die Haut zu dünn ist. Hochsensibilität – vom Manko zum Plus“. Die drastischen Folgen: Verlust der Wahrnehmung des eigenen Körpers, der erst dann gespürt wird, wenn es zu spät ist und er sich nur noch störend zum Beispiel mit Schmerzen und Symptomen bemerkbar macht, die Unterschätzung oder Überschätzung der eigenen Kraft, der ständige Energieverlust durch dauernde Orientierung an anderen, die Missachtung der eigenen Grenzen, die zur Selbstüberforderung führt und weiter darüber hinaus in die Schonhaltung, deren Folge dann wiederum die Überforderung ist… Ebenso das zu späte Bemerken von Grenzverletzungen durch andere mit der Konsequenz ständiger Konflikte oder der Resignation im Rückzug. Die Wirkung dieser verfehlten Anpassung geht sogar noch weiter, bis hinein ins endlose und folgenlose Denken, in die Unfähigkeit, sich zu entscheiden, und in das zu späte Einnehmen der eigenen Position im Leben. Nicht zu vergessen die Verunsicherung des Selbstwerts dadurch, dass die eigene Person gewissermaßen durch die Augen des jeweiligen Gegenübers wahrgenommen wird.
Immer wenn ein Hochsensibler, der sich so angepasst hat, seine zuvor nicht wahrgenommenen Grenzen weit überschritten hat oder wenn die Balance zwischen Geben und Nehmen allzu sehr ins Ungleichgewicht gekommen ist, gerät sein sonst so sensibles Verhalten ins „Kippen“: Aus seiner Rücksicht wird plötzlich Rücksichtslosigkeit, aus seinem Verstehen von allen und allem wird dann bares Unverständnis, aus Nachsicht Intoleranz, aus Nachgiebigkeit unerwartete Härte.
So unsensibel wie ein überforderter und enttäuschter Hochsensibler, der weit über seine Grenze gekommen ist, kann sich selbst ein völlig unsensibler Mitmensch kaum verhalten!

Wissenschaftlich oder Mode?

Sellin-Porträt

Eine nur scheinbar harmlose Frage

Ein Teilnehmer einer Ausbildung am HSP-Institut war in einem Gespräch mit Lehrerkollegen über die Hochsensibilität gefragt worden, ob es sich bei der Hochsensibilität um etwas Wissenschaftliches oder um eine Modeerscheinung handele. Er wusste nicht recht darauf zu antworten und wandte sich an mich. Die Frage an ihn klingt zunächst seriös, als wäre der Fragesteller um Erkenntnis bemüht, doch schauen wir genauer hin:

Entweder-oder-Fragen lassen sich entweder ganz einfach beantworten, zum Beispiel ob es regnet oder nicht. Auf kompliziertere Sachverhalte passen sie in der Regel nicht. Zudem gerät ein Befragter bei Entweder-oder-Fragen allzu leicht in den Stresszustand, denn das verkürzte Denken im Stress „funktioniert“ in genau diesem Modus: Schwarz oder Weiß, Gut oder Böse, Freund oder Feind. Der Teilnehmer war darüber hinaus in ein Dilemma geraten. Auf der einen Seite weiß er, dass „die Wissenschaft“ die Hochsensibilität längst noch nicht in den Kanon der von ihr allgemein anerkannten Phänomene aufgenommen hat. Es fehlen noch viele Forschungen darüber. Auf der anderen Seite kann er sie nicht als Modethema ansehen. Das auf gar keinen Fall, dagegen sprechen seine eigene Lebensgeschichte und die Erleichterung, als er erfuhr, dass nicht nur er so „gestrickt“ ist, und die vielen schrittweisen Verbesserungen, die er durch die Anwendung meiner Methoden erreicht hat. Andererseits fragt er sich, ob nicht tatsächlich einige Leute daraus so etwas wie ein Modethema machen. Mit dem Versuch einer Beantwortung war der Teilnehmer dann beschäftigt und leider auch blockiert, so wie es jedem ergeht, der sich in einem Dilemma befindet. Je länger er darüber nachdenkt, desto tiefer verhakt er sich darin.

Zunächst ist es für einen so Befragten wichtig, überhaupt zu erkennen, dass er sich in einem Dilemma befindet. Das gelingt ihm durch bewusstes Wahrnehmen, dadurch dass er Abstand zur Situation gewinnt und den Blick weitet. Auf diese Weise löst er auch ein Dilemma auf. Mein Modell dafür habe ich in dem Buch „Mein Kind ist hochsensibel – was tun?“ dargestellt und an drei Beispielen erläutert.

Wer zurücktritt und auf die Frage blickt, entlarvt die Fragestellung als im höchsten Maße manipulativ. Sie suggeriert, dass es nur diese beiden Möglichkeiten gibt: Wissenschaft oder Mode. Anderes scheint demnach nicht möglich zu sein. Sind diese Gegensätze überhaupt zwingend? Handelt es sich überhaupt um passende Alternativen, wenn es um menschliche Belange und persönliche Wesensart geht?

Und können Wissenschaften nicht auch einmal in Mode kommen? Gibt es innerhalb der Wissenschaft nicht vielleicht auch so etwas wie Wellen der Popularität und ihres Verebbens? Sind wissenschaftliche Erkenntnisse denn nicht auch Zeitströmungen unterworfen? Und hat das denn nicht auch etwas Gutes, zum Beispiel die weite Verbreitung von Erkenntnissen? Ist das etwa zu verwerfen? Wird eine wissenschaftliche Wahrheit nicht auch oft durch eine weitere Forschung in Frage gestellt und vielleicht sogar durch eine neuere abgelöst, obwohl die alte eben noch geradezu dogmatisch als einzige wissenschaftliche Erkenntnis vertreten wurde? Gibt es überhaupt „die Wissenschaft“? Bestehen nicht in der Regel sich widersprechenden Lehrmeinungen nebeneinander? Und sind die Hochsensiblen in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nicht von dem deutschen Professor für Psychiatrie Ernst Kretschmer als „sensitive Reaktionstypen“ klar und deutlich beschrieben worden?

Die Fragestellung legt darüber hinaus eine unterschwellige Bewertung nahe, die ebenso manipulativ ist: Wissenschaft, wird als seriös betrachtet und damit als gut, sie beschäftigt sich mit der Suche nach Wahrheit, Mode hingegen ist wechselhaft und nicht ganz ernst zu nehmen, obwohl sie als Ausdruck von Zeitströmungen doch auch ihre Berechtigung hat. Leicht lässt sie sich abtun, mit der nächsten Frühjahrskollektion hat sie sich sowieso erledigt.

In der Tat kann – wie jedes andere Thema auch – die Hochsensibilität zu einem Modethema verhunzt werden. Die Flut von Büchern, die keine neuen Erkenntnisse darstellen und keine neuen Wege aufzeigen, mit der Wesensart konstruktiv umzugehen und offenbar nur der Selbstdarstellung und zur Akquise von Klienten dienen, lässt darauf schließen, dass es Autoren gibt, die eine aktuelle Welle für sich nutzen wollen. Für einen Hochsensiblen ist seine Anlage allerdings alles andere als Mode. Er kann darunter leiden oder lernen, daraus einen Lebensvorteil zu machen!

Stellen wir die Frage einmal anders: Welche Konsequenzen hat es für Hochsensible und ganz besonders für hochsensible Kinder, wenn sie weiter in die falschen Diagnoseschubladen der landläufigen Psychologie gesteckt werden? Für Erwachsene bedeutet das häufig das Verstricken in Probleme, nicht so zu sein wie die weniger sensible Mehrheit, und den Versuch, sich ihnen anzupassen, das Absolvieren von Therapien, die dann doch nicht greifen. Für Kinder hat es häufig die Konsequenz, fälschlich unter ADS/ADHS eingeordnet zu werden mit der oft damit verbundenen lebenslangen Einnahme von Psychopharmaka – Anpassungsdrogen.

Es ist also Zeit, dass die Wissenschaft sich weitaus intensiver mit dem Thema beschäftigt, auch wenn das zugleich eine Infragestellung der wissenschaftlichen Untersuchungspraxis darstellen würde: War man doch bisher davon ausgegangen, dass alle Menschen in Untersuchungen und Versuchen ganz ähnlich und damit austauschbar reagieren, so zeigen Hochsensible plötzlich, dass sie dabei aus der Reihe tanzen! Und das hätte gravierende Auswirkungen auf die Fragestellung und Durchführung der Forschung und würde einige Ergebnisse auch nachträglich in Frage stellen.

Immer wieder begegne ich Menschen, und sei es nur in Bewertungen bei Amazon, die in keiner Weise sensibel oder gar hochsensibel sind, von sich auf uns schließen und uns verordnen wollen, wie wir die Welt erleben sollen und wie nicht. Ich empfehle allen Hochsensiblen, nicht noch einmal auf diesen Anpassungsdruck, der von ihnen ausgeht, reinzufallen wie vielleicht damals in der Kindheit, als wir versucht hatten, nicht so zu sein wie wir waren. Das hatte schließlich alles nur schlimmer gemacht.

Wie kann man sich gegen Manipulateure wehren, die solche Fragen stellen? Zunächst muss man erkennen, dass es sich um Manipulation handelt. Auch das gelingt nur durch bewusstes Wahrnehmen aus der Distanz. Und dann erkennt man auch, dass die zunächst so unscheinbare Frage nichts anderes ist als ein Angriff auf unser Wesen und unsere Existenz!

Ihr Rolf Sellin

Veränderung suchen oder nur Bestätigung?

Sellin-PorträtNach einer Sendepause melde ich mich zurück. Die Arbeit an meinem nächsten Buch hatte mich so in Beschlag genommen, dass ich nicht ganz hinterher kam, rechtzeitig neue Beiträge für den Blog zu verfassen. Wieder einmal ist beim Schreiben am Manuskript das passiert ist, was ich als Leser bei der Lektüre eines für mich wichtigen Buch erlebe: Weitung der Sicht, ein verändertes Verständnis und persönliche Entwicklung. Ich bin als Leser glücklich, wenn ich aus einem Buch am Ende anders herauskomme als ich hineingegangen bin. Und so einen Transformationsprozess habe ich beim Schreiben dieses Mal ganz besonders intensiv erlebt. Ich kann noch hinzufügen, dass mich die Konfrontation mit dem Thema, die ab und zu auch nicht erfreulich war, mich am Ende frei und sehr glücklich gemacht hat.

Der Titel des Buches, das im September im Kösel-Verlag erscheinen wird:

„Ins Herz getroffen. Selbsthilfe bei seelischen Verletzungen“.

Einen Entwicklungsprozess wünsche ich auch den Lesern meiner Bücher. Doch nicht jeder Leser ist glücklich über die Weitung der Sicht und über die Veränderung, die damit einhergeht. Manch einer sucht nur Bestätigung. Kürzlich berichtete eine ältere Dame, dass sie an einer Art Internetkonferenz zum Thema Hochsensibilität teilgenommen habe. Meine Frage, ob sie denn dabei etwas Neues und Spannendes erfahren habe, verneinte sie freudestrahlend. Ich sah sie verwundert an, woraufhin sie ergänzte, dass sie die Teilnahme deshalb so bereichernd fand, weil ihr dabei bewusst geworden ist, dass sie schon so viel wisse. – Etwas Ähnliches hatte ich bei einem Vortrag erlebt. Eine Zuhörerin fragte: „Erwähnen Sie auch noch die Lärmempfindlichkeit von Hochsensiblen?“, obwohl es bereits um ganz andere Zusammenhänge und vor allem um Lösungen und Methoden für den Alltag ging, um damit umzugehen. Als ich ihr zuliebe einen kurzen Satz auch noch dazu sagte, um mich dann wieder dem eigentlichen Thema zu widmen, saß sie glücklich und zufrieden da. Ob sie das Neue und Weiterführende überhaupt wahrgenommen hat, weiß ich nicht. Es gibt also Menschen, die suchen vor allem Bestätigung, ebenso wie es die anderen gibt, die sich entwickeln wollen. Diese Ausrichtung der jeweiligen Person bestimmt dann auch ihre Wahrnehmung. Manche der Leser, denen es um ein Wiederholen des Bekannten geht, sind dann auch nicht in der Lage, etwas Neues zu bemerken und als neu zu erkennen und zu schätzen.

So etwas trifft mich als Autor häufig, schließlich stelle ich zum Beispiel in „Wenn die Haut zu dünn ist“ nicht nur die Hochsensibilität dar (wie inzwischen zahlreiche Schreiber, die im Grunde nur bekanntes Wissen wiederkäuen), sondern vor allem einen ganz eigenen Weg, damit durch die bewusste Wahrnehmung konstruktiv umzugehen. Diesen Ansatz verfolge ich auch in den weiteren Büchern, die ebenfalls ganz eigenständig sind. Leider wird das häufig übersehen. Und manchem ist es ja auch viel zu unbequem, aus dem Jammern und Klagen herauszukommen und die eine oder andere Methode tatsächlich auszuprobieren und anzuwenden.

Ihr Rolf Sellin

 

Sich selbst beim Denken zuschauen

Sellin-Porträt

Wenn Sie beim Denken zur Seite getreten sind (wie in der vorhergehenden Folge beschrieben), gelingt es Ihnen vielleicht auch, sich beim Denken zuzuschauen, was wiederum eine gute Hilfe ist, wenn es darum geht, sein Denken in konstruktive Bahnen zu lenken.

Wie denken Sie gerade? Und passt diese Art des Denkens überhaupt zur Aufgabe, die Sie lösen möchten, oder zur Situation, in der Sie sich befinden? „Wie“ meint noch lange nicht „was“. Lösen Sie sich also einmal vom Inhalt dessen, was Sie gerade denken. Wie sähe es aus, wenn Sie die Art und Weise Ihres Denkens auf einem Blatt Papier aufzeichnen würden?

Wäre es eine kontinuierliche Linie, die auf ein Ziel zu führt?

Ließen sich Ihre Gedanken eher darstellen in wabernden Formen, in geschwungenen Kurven, die mal in diese, dann in jene Richtung fließen, um sich dann wieder im Raum zu verlieren, wohin auch immer…

Verläuft Ihr momentanes Denken in festen Bahnen, ich nenne es die „Schwäb‘sche Eisebahne“, und klappert es ständig dieselben Stationen ab – „ …Schtuagart, Ulm und Biberach, Meckabeure, Durlesbach“ und so weiter? Es wiederholt sich. Ein Fahrgast wüsste also, welche Station als nächste folgt. Er kann sich darauf verlassen. Sie denken also stets dasselbe, das Sie sonst auch schon gedacht haben.

Oder könnten Sie Ihre Denkbewegung als einen Kreisverkehr beschreiben? Die Gedanken drehen sich immer weiter in demselben Kreis. Oder schlimmer noch, die Bewegung zieht sich in enger werdenden Kreisen zusammen. Dann befinden Sie sich in einer Mühle oder vielleicht sogar im Trichter eines mentalen Treibsands.

Das geradlinige Denken mit seine Logik und Konsequenz ist wichtig und nützlich – wer wollte das bestreiten? Auch das „wabernde“ assoziative Denken, das zunächst so müßig erscheint, hat nicht nur eine Existenzberechtigung, sondern auch seinen Sinn. Ohne diese Art des Denkens käme man nicht „auf andere Gedanken“, könnte keine neuen Zusammenhänge entdecken. Einfälle, neue Ideen und Erfindungen sind nur möglich durch dieses Schweifen der Gedanken, das oft auch entspannend sein kann.

Auch die „Schwäb‘sche Eisebahne“ brauchen wir. Alle Routinen laufen so zuverlässig und ohne großen Aufwand ab. Das Denken in festen Bahnen ist einfach praktisch für den Alltag, doch bei neuen Herausforderungen ist es verfehlt.

Passt die Art Ihres momentanen Denkens überhaupt zur Aufgabe, vor der Sie gerade stehen? – Wenn Sie neben sich treten und auf die Bewegung Ihres Denkens in Gedanken schauen, entdecken Sie es.

Nur eine Art des Denkens macht keinen Sinn: das quälende Denken im Kreis! Es raubt nur Energie und führt zu keinem Ergebnis. Es ist also hilfreich, so früh wie möglich zu erkennen, dass man sich in so einer Mühle befindet! – Treten Sie also beherzt zur Seite und machen Sie bewusst etwas anderes, das Ihre ganze Aufmerksamkeit erfordert, denn man kann nicht etwas nicht denken wollen, was man gerade denkt. Je größer der Widerstand gegen einen Gedanken, desto hartnäckiger drängt er sich Ihnen auf. – Was Sie sonst noch gegen den mentalen Treibsand machen können, erfahren Sie in der nächsten Folge!

Ihr Rolf Sellin

 

Was alles das Denken beeinflusst, und wie Sie für gute Denkvoraussetzungen sorgen

Sellin-PorträtAls Hochsensible sind wir auch in unserem Denken beeinflussbar genauso wie in unseren Gefühlen und in unserer Befindlichkeit. Wer nicht aufpasst, wird in seinem Denken allzu sehr von seiner Umgebung bestimmt. Viele der äußeren Umstände können wir selbst leicht erkennen, um uns davon innerlich frei machen zu können oder sie so zu verändern, dass wir in die Lage kommen, besser und klarer zu denken. Nicht zuletzt sind auch unsere Gefühlslage und unserer körperlichen Verfassung Umgebung für unser Denken, die uns beeinflusst. Wie steht es also um meine Gefühle? Und wie ist meine körperliche Befindlichkeit? Wie sitze ich? Wie ist meine Körperhaltung? Wie atme ich? Welche Bedürfnisse habe ich? – Was kann ich tun, um meine Situation zu verbessern und damit zugleich meine Denkfähigkeit? Vielleicht kann ich mich anders hinsetzen, Wasser trinken, lüften, mich bewegen? Und wenn ich Ärger hatte oder aufgeregt bin, wäre es gut, dazu erst einmal Abstand zu gewinnen. Am besten denkt es sich in einem Zustand „entspannter Spannung“, der als leicht, wach und aktiv empfunden wird.

Oft hilft auch ein ganz konkreter Ortswechsel. Der Wald beeinflusst unser Denken anders als das freie Feld, der Fluss anders als das Meer. Belebend kann auch die Atmosphäre in einem Café wirken. Welche Umgebung könnte am besten passen für das Problem oder das Thema, über das Sie gerade nachdenken? Wer zu lange am selben Ort über dasselbe Thema nachgedacht hat, kann leicht zur Erkenntnis kommen, sich ständig zu wiederholen und in seinen Gedanken festgefahren zu sein.

Aus der Distanz zum eigenen Denken können Sie all das erkennen und gut für frischen Wind in Ihrem Denken sorgen. Treten Sie also öfter einmal zur Seite und schauen Sie sich beim Denken zu!

Im Denken verstrickt?

Sellin-PorträtGenerell ein Problem für Menschen in unserer Zivilisation und ganz besonders für Hochsensible, die sich nicht oft genug zentrieren und ihre Wahrnehmung noch nicht bewusst steuern: Sie denken zu viel. Manchmal zerbrechen sie sich sogar den eigenen Kopf über die Probleme anderer, die sie vielleicht nicht einmal kennen. Das viele Denken führt jedoch nicht unbedingt zu besseren Ergebnissen, oft sogar zu gar keinen. Wer nicht aufpasst, kann sich im Denken verlieren.

Und noch etwas: Wer so in seinen Gedanken ist und sich sonst gar nicht mehr wahrnimmt, wer also seinen Körper nicht mehr spürt wie so viele Hochsensible, bei dem kann sich zu viel Energie im Kopfbereich stauen. Das Ergebnis: Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, Kopfschmerzen, in extremen Fällen sogar Migräne.

Es hilft also, ab und zu sein Denken zu unterbrechen und sich zu fragen, wie und was denn da im eigenen Kopf so gedacht wird. Das klingt so einfach, doch wer sagt seinem eigenen Gehirn schon etwas, das nicht auch wieder aus demselben eigenen Gehirn kommt! – Ein Münchhausen-Problem: Sich mit dem eigenen Kopf aus dem Sumpf seines eigenen Denkens zu ziehen!

Doch es geht ganz einfach. Wenn Sie merken, dass Ihr Denken sich verstrickt, dass Sie zu viel denken und Ihr Denken nicht weiterführt, weil es gerade mal wieder zum Selbstläufer geworden ist, dann treten Sie doch ganz einfach mal zur Seite. Zunächst nicht nur in der Vorstellung, sondern, ganz konkret körperlich im Raum – und dann lassen Sie sich überraschen.

Der Effekt dieses kleinen Schrittes kann verblüffend sein. Bei dem einen führt er dazu, dass er sein Denken, das ihm zu viel geworden ist, unterbrechen kann oder dass es sogar wie von selbst abbricht. Es fällt dann leichter, neu und vor allem bewusst zu starten mit dem Denken. Mit eindeutigen Vorgaben, zum Beispiel mit der Eingrenzung des Themas oder der klaren Formulierung der Aufgabe, führt das Denken dann viel leichter zu konkreten Ergebnissen.

Bei sich bleiben im Gespräch und Energieverluste vermeiden

Sellin-PorträtUnumgänglich ist die Methode „Bei sich bleiben im Kontakt“, wenn Sie im Gespräch Energieverluste vermeiden möchten. Sie können dazu alle Methoden aus meinen ersten beiden Büchern verwenden. Eine sehr einfache Aufgabenstellung, die jedoch gar nicht so leicht zu erfüllen ist! Es geht darum, sich selbst noch zu spüren, wenn man im Gespräch auf eine andere Person eingeht und sie verstehen möchte. Und so geht es – sehr vereinfacht: Sie bleiben mit sich selbst auch körperlich im Kontakt, während Sie zugleich im Kontakt mit Ihrem Gesprächspartner sind. Sie spüren zum Beispiel weiterhin die Wärme in Ihrem Bauch, Ihren Atem, ihre Füße, Ihre Haltung… Sie teilen also Ihre Aufmerksamkeit auf zwischen sich und Ihrem Gegenüber. – Für weniger sensible Menschen wäre das übrigens ganz selbstverständlich. Sie kennen es gar nicht anders.

Auch wenn das zuerst ziemlich schwierig erscheint, können Sie schon einmal auf eins achten: auf Ihre Körperhaltung. Hochsensible, die sich selbst im Gespräch verloren gehen, fallen dadurch auf, dass sie eine vornüber gebeugte, im wahrsten Sinne zugewandte Haltung zum Gesprächspartner einnehmen. Sie rutschen nicht nur energetisch rüber zu ihm, sondern neigen sich auch körperlich ihrem Gegenüber zu. Sie tendieren dazu, äußerlich und innerlich seine Position einzunehmen. – Und wie sitzt der Gesprächspartner? Neigt er sich auch so vor oder behält er seine aufrechte Haltung bei? Oder sitzt er zurückgelehnt da? Bleibt er bei sich? Und das während des ganzen Gesprächs? Hat er sich während des Gesprächs auch Ihnen zugewandt? Ist der Wechsel, wenn er denn überhaupt stattfindet, ausgewogen?

Ohne bewusste Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung bekommen Sie das freilich alles nicht mit. Klinken Sie sich während des Gesprächs ab und zu für einen ganz kurzen Moment aus und fragen Sie sich, wie Sie sitzen und korrigieren Sie Ihre Haltung immer wieder einmal. – Und vor allem seien Sie dabei sehr geduldig mit sich, wenn Sie es Ihnen nicht gleich gelingt! Es dauert gewöhnlich eine ganze Zeit, bis das zur Gewohnheit wird.

Wenn Gespräche nicht nur der gegenseitigen Vermittlung von Informationen dienen, sondern auch dem Austausch von Energie, dann sollte ein Ausgleich stattfinden, damit beide etwas davon haben, sonst profitiert nur einer davon. Dann geht der Kontakt meist zu Lasten des Hochsensiblen, der so begabt dafür ist, andere zu verstehen, ihnen Resonanz zu geben und sie zu bestärken. Fühlen Sie sich wiederholt ganz ausgelaugt nach intensiven Gesprächen, dann könnten Sie am Ende sogar zu dem verfehlten Schluss kommen, dass es Ihnen besser ginge, wenn Sie sich generell aus Kontakten zurückziehen würden. Von einem wirklich guten Gespräch profitieren beide: inhaltlich und vor allem auch energetisch. Beide haben Verständnis gefunden und haben am Ende mehr Energie als vor ihrer Begegnung. Und das Gute daran: Die Energie hat sich nicht nur addiert, sondern potenziert. Beide sind davon bereichert. Dieser gemeinsame Gewinn geht auf niemandes Kosten!

Es mag sein, dass Ihr Gesprächspartner sich immer so angenehm erleichtert und bestärkt fühlt, wenn er sich in einem Gespräch mit einem Hochsensiblen über das was ihn bedrückt einmal so recht auslassen konnte, denn niemand kann so gut zuhören wie ein Hochsensibler. Darauf achten, dass Sie dabei nicht zu kurz kommen, müssen Sie übrigens selbst! Zum Beispiel darauf, dass Sie im Gespräch Ihre Energie nicht verlieren oder dass Sie mit Ihren eigenen Themen ebenfalls Raum und Gehör finden. Das können Sie nur selbst steuern, denn Ihr Gegenüber hat von all diesen Zusammenhängen wahrscheinlich gar keine Ahnung.

Ihr Rolf Sellin

Die geringe Trennschärfe

Sellin-PorträtViele Hochsensible berichten davon, dass sie sich auch in einer akustischen Hinsicht offensichtlich von ihren Mitmenschen unterscheiden. Sie hören die Gespräch an den Nebentischen im Café fast genau so deutlich oder undeutlich wie das, was an ihrem Tisch gesprochen wird. Die meisten Hochsensiblen, mit denen ich darüber gesprochen habe, fehlt es an der akustischen Trennschärfe. Dass wir damit geeignete Bewerber für den Beruf eines Detektivs oder Spitzels wären, ist sicher nur ein schwacher Trost angesichts dieses Mangels. Denn das Gespräch mit Freunden im Café kann für uns dadurch seine Leichtigkeit verlieren, weil unsere Ohren sich leider nicht von selbst auf das beschränken, was tatsächlich für uns gemeint ist. Also versucht mancher Hochsensible sich auf seine eigene Gesprächsrunde zu konzentrieren, was die Geselligkeit auf die Dauer zu einer Anstrengung machen kann.

Und wie wirkt sich dieses Bemühen wiederum aus? Betrachten Sie sich selbst einmal aus innerer räumlicher Distanz dabei: Wie sitzen Sie da? Wie genau strengen Sie sich an? Glauben Sie, tatsächlich alles exakt mitbekommen zu müssen, jedes Wort und jeden Blick? Selbst noch die Details? Und glauben Sie wirklich, Sie müssten wirklich alle Äußerungen mit innerer Bewegung und Ihrem Minenspiel untermalen und auf alles mit derselben Intensität eingehen, über die wir Hochsensiblen verfügen? Müssen Sie tatsächlich alles miterleben und mitfühlen? – Auf was könnten Sie alles verzichten, damit Sie nach dem Gespräch nicht so ausgelaugt sind? Denn der unnötige Energieverlust könnte sich auf die Dauer so auswirken, dass Sie sich aus Kontakten immer mehr zurückziehen, wie es bei vielen Hochsensiblen nach der Lebensmitte zu beobachten ist, weil sie das Zusammensein mit anderen als zu anstrengend erachten?

Nicht alles genau wahrnehmen zu wollen, ist ein erster Schritt, denn selbst in der Freizeit wollen wir Hochsensiblen alles so vollkommen machen. Da hilft es, unterscheiden zu lernen was wichtig ist und was nicht, wann wir uns getrost zwischendurch einmal zurücklehnen und entspannen können und wann unsere Aufmerksamkeit tatsächlich gefragt ist. Allein die Änderung der inneren Haltung kann uns da helfen. Manch einer entdeckt auch, dass er sich in einer Art von angestrengter Alarmbereitschaft begibt, wenn er mit anderen zusammen kommt, weil er irgendwann einmal schlechte Erfahrungen mit Gruppen gemacht hat. Stellen Sie sich dann die Frage, ob Sie in dieser Runde den Alarmzustand aus einer früheren Zeit einmal aufheben können.

Gut entspannen kann sich ein Hochsensibler zwischendurch auch einmal, wenn er seiner Tendenz für einige Momente einmal bewusst nachgibt, nämlich überall und nirgends zu sein, wenn er sich gewissermaßen auflöst im Raum, und das mit voller Absicht. Hochsensible können das gewöhnlich sehr gut. Diese Fähigkeit können wir auch einmal zu unserem Wohl einsetzen. Danach kommen wir dann wie von einem kleinen Segeltörn entspannt wieder zurück zu uns selbst, an den Platz, auf dem wir sitzen und in unsere Gesprächsrunde.

Und worum geht es in erster Linie in Gesprächen mit Freunden? Ist der Austausch von Worten und Informationen tatsächlich die Hauptsache? Oder geht es um Resonanz, um den gegenseitigen Austausch von Sympathie und Energie, der belebend wirkt und bei allen Beteiligten zu einem Zuwachs an Energie führen kann, vorausgesetzt, sie strengen sich nicht so sehr dabei an…? Genießen Sie es also ganz bewusst, dazuzugehören, Freunde und Bekannte zu haben, mit denen Sie nicht nur Worte und Informationen austauschen, sondern auch Sympathie, Wertschätzung und Resonanz. Baden Sie dort an Ihrem Tisch darin. Es ist eine kostbare Essenz!

Ihr Rolf Sellin

Wahrnehmen ohne zu bewerten?

Sellin-PorträtWahrnehmung ist der Schlüssel zu allem. Was wir nicht wahrgenommen haben ist uns nicht bekannt, wir wissen nichts davon. Wahrnehmung ist unser einziger Zugang zur Welt – zu unserer, denn andere nehmen vielleicht etwas anderes wahr als wir. Und Wahrnehmung ist sogar der Zugang zu uns selbst. Es lohnt sich also, genau auf den Vorgang der Wahrnehmung zu achten. Das können Sie ganz gemütlich und entspannt, zum Beispiel wenn Sie im Straßencafé sitzen oder auf einer Parkbank. Widmen Sie Ihre Aufmerksamkeit Ihrer eigenen Wahrnehmung.

Sie nehmen etwas wahr, zum Beispiel einen Passanten, und schon meldet sich etwas in Ihrem Kopf. Es sind Bewertungen, die Sie gar nicht übergehen können, denn sie machen sich so breit und drängen sich in den Vordergrund. Bewertungen von allem und jedem! Da ist Ihnen zum Beispiel jemand zu dünn oder zu dick (was freilich häufiger vorkommt). Schnell tauchen bewertende Kommentare auf. Ausgesprochen wäre Ihnen die eine oder andere davon vielleicht sogar peinlich. So etwas sagt man doch nicht! Und manche sind auch politisch nicht ganz korrekt. Wenn Sie heute einmal bewusst wahrnehmen und darauf achten, was in Ihrem Bewusstsein vor sich geht, dann erschrecken Sie vielleicht darüber, denn längst denken Sie anders, Sie sind doch eigentlich viel aufgeklärter und toleranter. Doch Sie bewerten immer noch so wie damals, auch wenn Sie es vielleicht gar nicht wollen, nach Kriterien, zu denen Sie bewusst heute längst nicht mehr stehen.

In der Tat geht Wahrnehmung organisch so vonstatten, dass jede Information erst einmal bewertet wird. Erst dann gelangt die Information in die Regionen unseres Gehirns, in denen wir über das Wahrgenommene nachdenken und reflektieren können.

Wahrzunehmen ohne zu bewerten ist eine Leistung. Eine gute Übung, um sich sein Bewerten bewusst zu machen und es noch mehr zu weiten. Doch lassen Sie sich von Ihren Erkenntnissen nicht herunterziehen! – Sie können es auch so sehen: Sie haben sich entwickelt. Und es braucht eben etwas länger, bis Ihre neuen Werte, zu denen Sie heute stehen können, sich verankert haben. Also bewerten Sie sich selbst nicht gleich nach Ihren alten Maßstäben, sondern seien Sie ebenso tolerant zu sich, wie Sie zu den Mitmenschen sein wollen. – Abstand zu seinen alten Bewertungen erhält man vor allem dadurch, dass man seine eigene Wahrnehmung und alles was daraus folgt wahrnimmt. So entsteht allmählich das bewusste Wahrnehmen.

Ihr Rolf Sellin

 

Zwischen zu viel und zu wenig Reizen

Sellin-PorträtVielleicht kennen Sie das? Sie kommen nach einem hektischen Arbeitstag überreizt nach so viel „Überstimulation“ nach Hause. „Endlich Ruhe!“ Das sagen Sie zu sich mit Erleichterung. Doch kaum haben Sie es sich daheim in der Stille eingerichtet, werden Sie allmählich nervös. So viel Ruhe, „Unterstimulation“, behagt Ihnen dann doch nicht. Und schon stellen Sie das Radio an oder den Fernseher. Sie gehen an den Computer, Sie müssen unbedingt sehen was es Neues gibt, ob Sie eine Mail erhalten haben, obwohl Sie nichts erwarten und selbst das doch eigentlich Zeit hätte. Angenommen, Sie leben alleine und Sie haben sich mit niemandem verabredet, dann laufen Sie Gefahr, dass Sie an genau dieser Stelle in die Falle der „Medien“ tappen.

Dass die Überstimulation bei der Arbeit müde gemacht hat, das ist Ihnen bewusst. Aber die meisten Menschen erkennen nicht, dass so ein Abend vor dem Fernseher oder beim Surfen am Computer ebenso überreizen und ähnlich anstrengend sein kann wie die Arbeit. Das merken Sie erst, wenn sie schlafen gehen oder am nächsten Morgen, wenn sie beim Aufstehen empfinden, dass sie heute noch weniger Energie haben als am Tag zuvor. Die Anstrengung bei der Arbeit und die oft nicht erkannte Anstrengung am Feierabend steigern sich gegenseitig. Besonders wenn die Art der jeweiligen Belastung bei beiden sehr ähnlich ist, wenn die eine Belastung keinen wirklichen Ausgleich zur anderen darstellt, können sie sich gefährlich aufschaukeln.

Der bewusste Umgang mit der Wahrnehmung führt allmählich dazu, dass die energetische Wirkung von allem was wir tun von uns erkannt und registriert wird. Der eigene energetische Zustand stabilisiert sich dadurch. Damit weitet sich zugleich auch die Spanne dessen, was wir als Hochsensible als Überstimulation und was wir als Unterstimulation ertragen können. Dann sind wir bald wieder in der Lage, die Belastungen im Berufsalltag besser zu verkraften und die Stille endlich als erholsam zu genießen.

Treten Sie einmal zur Seite oder „steigen Sie auf den Berg“ (wie in „Mein Kind ist hochsensibel – was tun?“ beschrieben) und schauen Sie sich selbst dabei zu, was Sie in Ihrer Freizeit machen und vor allem was das, was Sie machen, mit Ihnen macht. Entscheidend ist in meinen Augen die Energiebilanz bei allem. Fragen Sie sich, was es Ihnen gebracht hat: der Fernsehabend neulich oder der Spaziergang? Das Treffen mit Freunden oder der Chat? Die Wirkung auf Sie können selbstverständlich nur Sie selbst erkennen. – Übrigens: Was machen Sie heute Abend?

Manchmal kostet es allerdings ein wenig Überwindung und einen kleinen Energieeinsatz, um sich aktiv zu erholen und Energie zu gewinnen. Doch wo erhalten Sie eine höhere Rendite?

Ihr Rolf Sellin

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