Sellin-PorträtGenerell ein Problem für Menschen in unserer Zivilisation und ganz besonders für Hochsensible, die sich nicht oft genug zentrieren und ihre Wahrnehmung noch nicht bewusst steuern: Sie denken zu viel. Manchmal zerbrechen sie sich sogar den eigenen Kopf über die Probleme anderer, die sie vielleicht nicht einmal kennen. Das viele Denken führt jedoch nicht unbedingt zu besseren Ergebnissen, oft sogar zu gar keinen. Wer nicht aufpasst, kann sich im Denken verlieren.

Und noch etwas: Wer so in seinen Gedanken ist und sich sonst gar nicht mehr wahrnimmt, wer also seinen Körper nicht mehr spürt wie so viele Hochsensible, bei dem kann sich zu viel Energie im Kopfbereich stauen. Das Ergebnis: Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, Kopfschmerzen, in extremen Fällen sogar Migräne.

Es hilft also, ab und zu sein Denken zu unterbrechen und sich zu fragen, wie und was denn da im eigenen Kopf so gedacht wird. Das klingt so einfach, doch wer sagt seinem eigenen Gehirn schon etwas, das nicht auch wieder aus demselben eigenen Gehirn kommt! – Ein Münchhausen-Problem: Sich mit dem eigenen Kopf aus dem Sumpf seines eigenen Denkens zu ziehen!

Doch es geht ganz einfach. Wenn Sie merken, dass Ihr Denken sich verstrickt, dass Sie zu viel denken und Ihr Denken nicht weiterführt, weil es gerade mal wieder zum Selbstläufer geworden ist, dann treten Sie doch ganz einfach mal zur Seite. Zunächst nicht nur in der Vorstellung, sondern, ganz konkret körperlich im Raum – und dann lassen Sie sich überraschen.

Der Effekt dieses kleinen Schrittes kann verblüffend sein. Bei dem einen führt er dazu, dass er sein Denken, das ihm zu viel geworden ist, unterbrechen kann oder dass es sogar wie von selbst abbricht. Es fällt dann leichter, neu und vor allem bewusst zu starten mit dem Denken. Mit eindeutigen Vorgaben, zum Beispiel mit der Eingrenzung des Themas oder der klaren Formulierung der Aufgabe, führt das Denken dann viel leichter zu konkreten Ergebnissen.