Anlass zur Freude und Dankbarkeit

Vor sechs Jahren kam mein erstes Buch heraus: „Wenn die Haut zu dünn ist. Hochsensibilität – vom Manko zum Plus“. Für mich ein Anlass zur Freude und Dankbarkeit. Doch dankbar bin nicht nur ich. Seit seinem Erscheinen erreichten mich mehr als 300 Dankschreiben. Die einen bedankten sich dafür, durch das Buch ihre Hochsensibilität erst entdeckt zu haben, und dass sie sich nun endlich selbst besser verstehen konnten. Die anderen bedankten sich für die zum ersten Mal veröffentlichte genaue Beschreibung der Folgen für das weitere Leben, wenn ein hochsensibles Kind versucht, nicht so zu sein wie es nun einmal ist, und seine Hochsensibilität unterdrückt. Andere gingen noch einen Schritt weiter und bedankten sich für das von mir entwickelte Konzept für den Umgang mit der Hochsensibilität, das als weltweit einziges bei der Wahrnehmung ansetzt und ganz konkrete Methoden anbietet. Endlich gab es ein Buch, das nicht wie üblich uns Hochsensiblen die Schonung und eine Art Lebensdiät oder weitgehend wirkungslose Psychotherapien als scheinbare Lösung für unser Grundproblem empfiehlt, sondern den aktiven und bewussten Umgang mit der Wahrnehmung, mit dem zugleich auch den für Hochsensible so typischen Energiekrisen vorgebeugt und entgegengewirkt wird. Die erfreuliche Resonanz meiner Leser und meiner Seminarteilnehmer macht mich wiederum sehr dankbar. Sie bestärkt mich immer wieder darin, unbeirrt mein Konzept weiter zu verfolgen, weitere Bücher zu schreiben und weitere Methoden zu entwickeln.

Doch auch das gab es, einige meist anonyme Schmähungen, Ignoranz und Unverständnis, selten direkt als E-Mail oder per Brief, sondern häufiger als anonyme „Bewertung“ bei Amazon oder anderen Portalen veröffentlicht. – Solche Bewertungen sind ein ganz eigenes Kapitel, auf das ich gelegentlich zurückkommen werde…

Ganz unterschiedliche Ausgaben in anderen Sprachen mit ganz unterschiedlichem Erfolg

Inzwischen liegt „Wenn die Haut zu dünn ist…“ in sechs Sprachen vor: auf Deutsch, Niederländisch, Tschechisch, Slowakisch, Italienisch und Koreanisch. Der Kösel-Verlag nennt in seinem neuesten Katalog 75.000 verkaufte Exemplare der deutschen Ausgabe, „Wenn die Haut zu dünn ist“ landete sogar für drei, vier Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste. Ein großer Erfolg! Auf Niederländisch kam das Buch wohl zu spät heraus, und mit seinem knallgrünen Umschlag und einem wenig aussagekräftigen Titel hat es die Hochsensiblen offenbar nicht im erwünschten Maße erreichen können. Die tschechische und zugleich die parallele slowakische Ausgabe hat mit ihren Versionen des Titels – auf Deutsch übersetzt: „Hochsensible unter uns“ – leider nicht die Zielgruppe angesprochen, sondern ausgerechnet alle diejenigen, die nicht zu ihr gehören… Und das sind selbstverständlich wohl nur selten die Leser meines Buches. Ein Mindestmaß an Sensibilität wäre bei der Herausgabe eines Buches über Hochsensibilität tatsächlich zu wünschen gewesen! Von den unsensiblen Kürzungen ganz zu schweigen.

Ganz anders mein italienischer Verlag Feltrinelli, der mit großer Sensibilität und Kreativität alle meine vier Bücher mit gelungenen Titeln und aussagefähigen Umschlaggrafiken herausgebracht hat. Er konnte „100 000 copie vendute“ seiner Ausgabe von „Wenn die Haut zu dünn ist“ vermelden – ein Bestseller und Standartwerk in Italien, so dass so renommierten Zeitungen wie „La Reppublica“ und „Corriere della Sera“ Interviews geben konnte. – Gespannt bin ich auf die koreanische Ausgabe von „Wenn die Haut zu dünn ist“, sie erscheint in Kürze, nachdem „Mein Kind ist hochsensibel“ und „Bis hierher und nicht weiter“ auf Koreanisch bereits in sehr schönen grafisch ausgestatteten Ausgaben vorliegen.

Wie oft beklagen sich Hochsensible, dass sie aufgrund ihrer Hochsensibilität keinen Erfolg im Leben hätten. Das Beispiel der unterschiedlichen Ausgaben meines Buches zeigt, dass es genau entgegengesetzt sein kann, dass Sensibilität tatsächlich ein Erfolgsfaktor ist. Es kommt nur darauf an, wie man mit seiner Hochsensibilität umgeht. Und wie man das ganz konkret macht, das wiederum stellen meine Bücher dar, das zeige ich in meinen Seminaren und Fortbildungen. Die Entwicklung von Methoden zur Zentrierung und Abgrenzung, von Konzentrationstechniken und speziellen Klärungsmethoden für Hochsensible geht weiter! Wir stehen erst am Anfang, und ich habe das Gefühl, dass ich noch sehr viel zu tun habe.